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"Mit Erfolg sollte man sich schon früh auseinander setzen"

Prof. Dr. Grit Behse-Bartels im Interview zum Kongress Soziale Arbeit 2016 an der HTWK Leipzig

29.09.2016, Verfasser: HTWK Leipzig

Prof. Dr. Grit Behse-Bartels

Im November treffen sich an unserer Hochschule WissenschaftlerInnen, PraktikerInnen und Studierende aus dem Bereich Soziale Arbeit und Sozialwissenschaften zu einem zweitägigen Kongress (11.-12-11.16). Prof. Behse-Bartels, Professorin für Soziale Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien an der HTWK Leipzig, ist die Kongressleiterin. Sie erläutert im Interview, warum das Thema „Gelingen - Erfolg Wirkung in der Sozialen Arbeit“, zugleich Titel der Tagung, so zentral ist.


Prof. Behse-Bartels, was bedeutet für Sie Erfolg?
Behse-Bartels: Für mich bedeutet Erfolg, wichtige Ziele zu erreichen. In diesem kurzen Satz steckt für mich viel drin. Was mir wichtig ist, das hat mit Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit und eigenen Werten und Prinzipien zu tun, das sind starke Ressourcen auf dem Weg zum Erfolg. Sie lassen einen auch Durststrecken auf diesem Weg durchstehen und Durchhaltevermögen zeigen.


Worum soll es auf dem Kongress der Sozialen Arbeit im November konkret gehen?

Behse-Bartels: Ziel ist es, den Fokus auf das Thema Gelingen und Erfolg zu intensivieren, sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene. Dazu stehen Vorträge und Workshops von PraktikerInnen und WissenschaftlerInnen auf dem Programm. Die TeilnehmerInnen können aus sechs Workshopkategorien wählen, in denen Erfolg unter mehreren Aspekten betrachtet wird. Themen sind zum Beispiel: die Anforderungen an Erfolg im beruflichen Alltag, gelingende Angebote aus Nutzerperspektive und zum anderen auch Fehlerkultur oder (Neben)Wirkungen des Erfolgs.


Neben PraktikerInnen und KollegInnen aus der Wissenschaft sind vor allem auch Studierende zum Kongress eingeladen. Nicht zuletzt sind Studierende Teil des Organisationsteams…
Behse-Bartels: Ja. Das ist ein wichtiges Element unseres (Erfolgs)Konzepts. Mit den Studierenden haben wir aktuelle Fragen entwickelt und deren Anliegen und methodisch-didaktischen Ideen ins Programm einfließen lassen. Ihre Sicht auf Erfolg können die KongressteilnehmerInnen darüber hinaus in den Pausen erleben. Die StudentInnen haben mit unterschiedlichen Medien gearbeitet und präsentieren ihre Beiträge. Das muss man einfach gesehen haben.

Anfang Oktober beginnen neue Erstsemester ihr Studium an der HTWK Leipzig, ist der Kongress auch etwas für sie?
Behse-Bartels: Unbedingt. Erfolg ist ein Aspekt, mit dem man sich früh auseinander setzen sollte. Welche Ziele habe ich in der Sozialen Arbeit, wie setze ich meine Arbeitskraft und -energie ressourcengerecht ein und wie erhalte ich auch über Jahre meine Motivation? Der Umgang mit Scheitern gehört ebenfalls dazu. Das wird übrigens Thema des zweiten Vortrags am ersten Tag sein.  Scheitern kann Bestandteil des Weges zum Erfolg sein und ein Lernen aus Fehlern eine wichtige Quelle.


Wie spiegelt sich die Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften im Kongressprogramm wider?
Behse-Bartels: Es bestehen viele Synergien an unserer Fakultät, die wir insbesondere in den Workshops der Kategorie Raum und Gelingen wiederfinden. Es wird sieben Angebote geben, zum Beispiel mit den Themen gelingende Wohnkonzepte, Gestaltung von Sozialräumen oder Raumbedingungen für gelingende Beratung.


Ein besonderer Programmpunkt wird das Symposium am Abend des 11. Novembers sein. Was soll dort besprochen werden?

Behse-Bartels: Ich erwarte eine interessante Diskussion zu Erfolgsbedingungen auf struktureller Ebene und Beispiele aus der Praxis. Zudem werden in unseren Workshops Fragen an die TeilnehmerInnen des Symposiums vorbereitet. Unsere Gäste sind unter anderem Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kultur des Freistaats Sachsen, Prof. Dr. Thomas Fabian, Bürgermeister für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule der Stadt Leipzig sowie VertreterInnen von Trägern für Soziale Arbeit.

Der Kongress Soziale Arbeit in Sachsen vom 11. bis 12 November 2016 stellt eine Gemeinschaftsinitiative der Fakultäten für Soziale Arbeit/ Sozial- bzw. Erziehungswissenschaften der sächsischen Hochschulen dar. Der diesjährige Kongress an der HTWK Leipzig ist der vierte seiner Art.

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Letzte Änderung: 7.4.2015
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