Wie können kleine und mittlere Unternehmen Künstliche Intelligenz sinnvoll einsetzen? Am 25. August zeigte HTWK-Professor Alexander Stahr in der IHK Leipzig konkrete Anwendungen aus der Forschung und stellte das Netzwerk Angewandte KI vor
Für Unternehmen stellt sich zunehmend die Frage, wie sich KI sinnvoll in bestehende Arbeitsabläufe integrieren lässt. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen dabei vor besonderen Herausforderungen: Sie verfügen häufig über wertvolle Daten aus Produktion, Kundenkontakten oder Geschäftsprozessen, haben aber nicht immer die nötigen Strukturen und Kompetenzen, um diese für KI-Anwendungen zu nutzen.
Wie der Weg von der Technologie zur praktischen Anwendung gelingen kann, war Thema der Veranstaltung „Leipzig vernetzt KI“. Die von der IHK zu Leipzig initiierte Vernetzungsveranstaltung brachte regionale Unternehmen, Forschungsakteure, Start-ups und IT-Dienstleister zusammen. Im Mittelpunkt standen konkrete Ansprechpartner und Anwendungsbeispiele statt abstrakter Zukunftsversprechen.
HTWK Leipzig bringt KI-Expertise ein
Auch die HTWK Leipzig war mit ihrer Expertise vertreten. Prof. Alexander Stahr vom Institut FLEX.Research gab Einblicke in das hochschuleigene Netzwerk Angewandte KI. Darin bündeln Professuren aus allen Fakultäten ihre Lehr-, Forschungs- und Transferaktivitäten rund um Künstliche Intelligenz und Data Science.
Stahr zeigte, wie KI bereits heute mit konkreten Forschungs- und Anwendungsfeldern verbunden wird. In seinem Team am Institut FLEX.Research und im HolzBauForschungsZentrum kommen Methoden der Künstlichen Intelligenz unter anderem an der Schnittstelle von Architektur und Bautechnik zum Einsatz. Ziel sind durchgängig digitale Prozesse – vom Entwurf über die Planung und Vorfertigung bis zur Montage.
Wie breit das Anwendungsspektrum der KI-Forschung an der HTWK Leipzig ist, zeigt auch die Arbeit von Prof. Mirco Fuchs, Professor für Computer Vision und Maschinelles Lernen. Seine Forschung befasst sich unter anderem mit der automatisierten Auswertung von Bild- und Videodaten. So untersucht Fuchs unter anderem, wie sich Videodaten aus dem Kanu-Rennsport mithilfe von KI besser analysieren lassen.
Die Beispiele verdeutlichen: KI muss nicht immer mit der Entwicklung eines eigenen komplexen Systems beginnen. Häufig liegt der größte Nutzen darin, vorhandene Technologien gezielt in bestehende Prozesse zu integrieren – etwa indem wiederkehrende Aufgaben automatisiert, Daten ausgewertet oder Entscheidungsprozesse unterstützt werden.
Regional vernetzt
Vernetzungsveranstaltungen wie „Leipzig vernetzt KI“ schaffen eine wichtige Verbindung zwischen technologischer Expertise und unternehmerischer Praxis. Die regionale KI-Landschaft bietet Unternehmen die Möglichkeit, passende Partner für konkrete Fragestellungen zu finden – von Forschungskooperationen bis zu direkt einsetzbaren Anwendungen.
KMU können sich bei Fragen oder mit Ideen zu Forschungskooperationen an das Netzwerk Angewandte KI der HTWK Leipzig wenden: https://www.htwk-leipzig.de/forschen/institute-kompetenzzentren/netzwerk-angewandte-ki


