Internationaler Tag der Sozialen Arbeit

Der DBSH – Landesverband Sachsen, lädt am Internationalen Tag der Sozialen Arbeit – zum Themen-Buffet ein.

Manuela Leideritz, Tobias Burdukat und Friedemann Affolderbach werfen einen Blick auf das Thema:
„Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession?

Verschiedene Leckereien und erkenntnisreiche Diskussionen begleiten die Gäste an diesem Abend – ein Abend, der Schmaus für Leib und Seele sein soll.

Dienstag – 17.03.2020 – 18:00 Uhr,
im Soziokulturellen Zentrum Frauenkultur Leipzig.

Eintritt & Essen sind FREI

Anmeldung unteritsa.leipzig (at) dbsh-sachsen.de

Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e. V. - Landesverband Sachsen
http://www.dbsh-sachsen.de

World Social Work Day 2019 in Genf

Kathrin F. Beck von der HTWK Leipzig hat in Genf am „World Social Work Day“ und als temporäre Gastbeobachterin an der 40. Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen (United Nations Human Rights Council – UNHRC) teilgenommen

Der „World Social Work Day” ist für die Berufe rund um die Soziale Arbeit der wichtigste Tag im Jahr. Er wird alljährlich weltweit begangen und dient dazu, die Arbeit der Profession für Einzelpersonen und die Gesellschaft öffentlich zu würdigen.
In diesem Jahr fand der „World Social Work Day“ am 19. März statt und fokussierte sich auf das Thema „Promoting the importance of relationships“ („Für die Bedeutung menschlicher Beziehungen eintreten“). Hierzu gab es Veranstaltungen, Workshops und Podiumsdiskussionen in zahlreichen Ländern, darunter Finnland, Griechenland, Nepal, Puerto Rico, Rumänien und Somalia.

Auch im Internationalen Konferenzzentrum (CICG) Genf fand ein Runder Tisch statt, welcher vom Büro des Hohen Menschenrechtskommissars der Vereinten Nationen (OHCHR), der International Federation of Social Workers (IFSW) sowie AvenirSocial organisiert wurde. Priska Fleischlin (IFSW UN-Kommissarin) eröffnete und führte durch die Veranstaltung. Redner der Veranstaltung waren Joachim Mumba, Vizepräsident des IFSW Afrika, Annina Grob, Co-CEO von AvenirSocial, Rory Truell, Generalsekretär des IFSW, Rio Hada, Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte und Isha Dyfan, Programmdirektor für Internationale Anwaltschaft bei Amnesty. Bei den Vorträgen und Debatten standen Fragen der Verbindung von Menschenrechten und konkreter Sozialarbeitspraxis sowie die Entwicklung von Perspektiven für das Berufsfeld auf der Tagesordnung.

Joachim Mumba betonte in seinem Vortrag die Notwendigkeit des advokatorischen Auftrags der Sozialen Arbeit. Ziel sei es, sozialen Wandel herbeizuführen sowie den sozialen Zusammenhalt zwischen Menschen zu fördern. Hierbei ist die Wahrung kultureller Vielfalt zentral. Dieser Auftrag führe in letzter Konsequenz zu einer neuen Rolle der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter als sogenannten „Change Agents“. Dies bedeutet, dass aus einer kritischen und politischen Sozialen Arbeit positive Gesellschaftsveränderungen hervorgehen können und müssen; unter Respektierung der traditionell gewachsenen Vorstellungen muss ein solcher Wandel jedoch immer kultursensibel begleitet werden. Es zeigt sich, dass die Sozialarbeitspraxis und -Profession trotz großer länderspezifischer Unterschiede teils vor ähnliche Herausforderungen gestellt ist. Internationale Kooperationen, die im direkten Austausch den Fachdialog fördern, sind deshalb notwendig und angebracht. In einer weiteren Veranstaltung am 20. März wurde der Zusammenhang von Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechten und Sozialer Arbeit in verschiedenen Ländern intensiv erörtert. Hier nahm auch der Stellvertreter des UN-Generalsekretärs und Leiter des UN-Büros in Genf, Michael Møller, teil. Es konnten bei den Veranstaltungen zahlreiche Kontakte geknüpft und künftige Kooperationsmöglichkeiten besprochen werden. Die Themen und Ergebnisse des „World Social Work Day“ fließen in die Lehrveranstaltungen ein und werden dort sowohl theoretisch wie auch von ihrer praktischen Bedeutung her verankert.